Speedflying, wie alles anfing..

Zum Speedflying kam ich durch Zufall, da wir 2007 im Herbst in El Gouna zum Kitesurfen waren und dort tagelang Kiteloops probierten. Irgendwann sprach mich ein schweizer Kitefreak an und erzählte mir vom Speedflying, was er zu Hause im Winter ausübt. Er zeigte mir auch Videos von ihm auf youtube und ich wusste, dass ich dies ausprobieren musste. Zu Hause angekommen, googelte ich nach Speedflying und fand die Flugschule „Fly-Inntal“ von Reinhold Speidel in Brannenburg. Ich kontaktierte ihn und war beim ersten Schnupperkurs in Hinterthiersee dabei. Nach drei Tagen Kurs fuhr ich mit ihm ins Alpbachtal, um weiter zu üben. Kurz darauf bekam ich ein Mail vom Deutsch-Österreichischen Speedflying Verband bezüglich Mitgliedschaft und Teilnahme an der Ersten Speedflying Meisterschaft in Hopfgarten. Ich zögerte nicht lange und meldete mich für beides (Migliedschaft&Meisterschaft) an. In Hopfgarten angekommen, fuhr ich mit Reinhold für einen Probeflug rauf zum Start. Dieser lag westlich der Bergstation; also oberhalb der Lawinenverbauungen. Dort angekommen, legte ich meinen Schirm aus und wartete auf eine Wetterbesserung, da uns eine Wolkendecke die Sicht versperrte. Es dauerte nicht lange und ein Trupp Speedflyer aus der Schweiz kamen zum Startplatz angefahren. Sie überlegten nicht lange, sondern waren bei der Anfahrt schon im Sitzgeschirr mit einem „Häufchen“ von Schirm in der Hand. Dieses „Häufchen“ warfen sie dann kurzerhand über die Schulter und fuhren auf die Lawinenverbauungen zu. Ihr Schirm öffnete sich zögerlich, da er sich erst mit dem Fahrtwind ausdrehen und mit Luft füllen musste. Kurz vor der Verbauung hoben sie ab und flogen blind in die Wolkendecke ohne die Gegend zu kennen. Es wundert mich nicht, dass einer von ihnen den Tagessieg einflog!! Das Wetter besserte sich und wir konnten unseren Probeflug kurz vor dem Rennen absolvieren. Beim Rennen mussten wir nach der Flugphase einen Touchpoint mit unseren Skiern treffen und anschliessend einen Slalomkurs mit dem Schirm abfahren. Ich hatte einen ordentlichen Crash und brach mir dabei hinter der Bindung meinen Schi ab (siehe Foto), konnte aber gleich wieder weiterfahren und fuhr durchs Ziel. Dort angekommen, fragte mich der Veranstalter, da er meinen Crash auf der Piste sah, wie lange ich schon Speedflying betreibe. Und ich antwortete ihm, dass dies mein 5ter Flug überhaupt war und ich – aufgrund der geringen Teilnehmerzahl – mich verpflichtet sah mit zu machen. Ihm war als Veranstallter aufgrund meiner Aussage die Risikobereitschaft der Teilnehmer ins Gesicht geschrieben. Jedoch kam es bei der Veranstaltung zu keine gröberen Verletzungen und ich wusste ja nach meinem Probeflug, dass ich es mir zu traue. Am Abend bei der Preisverleihung wurde ich trotz meiner Disqualifikation zum „Man of the Race“ gekürt.

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